MUSIK IM DOM
Veranstaltungsdatum: 30.09.2018


Alfred Schnittke

KONZERT FÜR CHOR

  gedeutet von
Annette Kristina Banse & Hans Christian Schmidt-Banse

  gesungen von
Vokalconsort Osnabrück & Kammerchor Düsseldorf

geleitet von
Stephan Lutermann


Ein gewaltiges Chorwerk mit der Länge von 45 min aus dem Jahr 1985? Das könnte möglicherweise ein schwieriges Unterfangen für tonal erzogene Ohren werden.

Aber nicht doch! Nicht bei Schnittke, diesem Jongleur mit sämtlichen Stilen aus den Warenhausregalen der Musikgeschichte. Schnittke hat keine Berührungsängste mit der Tonalität, sein überwältigender Chorklang mit den feinen Dissonanzbeigaben klingt immer frisch, immer irgendwie vertraut, immer der menschlichen Stimme angemessen.

Den Text lieh er sich bei Gregor von Narek aus, einem Mystiker des 10. Jahrhunderts. Dessen "Buch der traurigen Lieder" entnahm er einzelne Gebete und formte daraus ein viersätziges, überwiegend homophones Chorwerk von strahlender Pracht:

1. Großer Lobpreis Gottes, 2. Trauermarsch, 3. Bitte um Vergebung, 4. Danksagung und großes Amen

Es gibt die Bezeichnung "domhaftiger Klang" ... hier wird nun klar, was damit gemeint ist, im Dom zu Osnabrück ist er deswegen besonders eindrucksvoll zu Hause




Sonntag, 30. September 2018
16 Uhr
Dom St. Peter zu Osnabrück
© Annette Kristina Banse, Prof. Dr. Hans Christian Schmidt-Banse