CONCERT REMARQUABLE "Sprecht lauter! Schreit! Denn ich bin taub!"
Veranstaltungsdatum: 25.06.2017

 
Beethovens Lebenskrise im Heiligenstädter Testament

berichtet von
Annette Kristina Banse & Hans Christian Schmidt-Banse

Gabriele Leporatti, Klavier

 
Im Oktober des Jahres 1802, im Alter von 32 Jahren, verfasst Ludwig van Beethoven ein erschütterndes Testament, dessen klagender Tonfall so gar nicht passen will zu seinen strahlenden Erfolgen als aufsteigender Stern am Musikhimmel der Metropole Wien. Ein 32-Jähriger, der seinen Nachlass regeln will?

Nein. Ein 32-Jähriger, der mit Entsetzen feststellen muss, dass sein Gehör schwindet. Dass ihm, dem Fürsten im Reich der Musik, Taubheit droht. Mit anderen Worten: der Verlust seiner Existenz.

Mehr noch: der Verlust seiner gesellschaftlichen Beziehungen, denn Taubheit zerschneidet alle Bande zu anderen Menschen, versperrt alle Wege in die Welt, macht vollständig einsam. Die Furcht vor drohender Taubheit führt Beethoven die Feder in seinem Testament, geschrieben im Dörfchen Heiligenstadt bei Wien, wohin der Kranke geflüchtet war in der Hoffnung auf Genesung.

Viele Fragen. Wie wird er damit fertig? Wie richtet er sich wieder auf? Woher nimmt er neuen Lebensmut? Und was weiß von seinem Schicksal seine Musik ... die Klaviersonate As-Dur op. 26 vor Heiligenstadt und die Klaviersonate d-Moll op. 31, 2 nach Heiligenstadt?


Montag, 25. Juni 2017
19:23 Uhr
Steigenberger Hotel Remarque
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© Annette Kristina Banse, Prof. Dr. Hans Christian Schmidt-Banse