GEZEITENKONZERTE "Anstiftung zum Mord"
Veranstaltungsdatum: 02.07.2014


Lew Tolstojs und Ludwig van Beethovens 'Kreutzersonate'

nacherzählt von
Annette Kristina Banse und Hans Christian Schmidt-Banse

Liya Petrova, Violine
Lilit Grigoryan, Klavier

 
Dass eine Frau erdolcht wird, nur weil sie Klavier spielt und einen befreundeten Geiger bei Beethovens ‚Kreutzersonate’ begleitet, dürfte gottlob eher zu den seltenen Ereignissen der musikalischen Interpretationsgeschichte zählen. Ermordet nicht wegen falscher Fingersätze, sondern weil ein pathologisch eifersüchtiger Ehemann argwöhnt, gemeinsames Musizieren erfülle bereits den Tatbestand vollzogenen Ehebruchs.

Doch die eigentliche Verführungsgewalt liege in der Musik selbst, einem sinnenbetäubenden Gift ... es ist Ludwig van Beethovens Sonate für Violine und Klavier Nr. 9 A-Dur op. 47 (genannt ‚Kreutzersonate’), darin Lew Tolstoj in seiner berühmten Novelle den alleinigen Anlass zu Sex and Crime wittert.

Dieser historische Kriminalfall sei jetzt erneut aufgerollt, die Geschichte nacherzählt, die Musik der ‚Kreutzersonate’ auf den Prüfstand geschickt ... ist sie wirklich eine gefährliche Droge, welche Mordgelüste weckt?


Dangast
Altes Kurhaus
Mittwoch, 2. Juli 2014
um 20 Uhr
© Annette Kristina Banse, Prof. Dr. Hans Christian Schmidt-Banse