PIANOHAUS KEMP "Klavierspielen kann tödlich sein"
Veranstaltungsdatum: 01.10.2013

Lew Tolstois und Ludwig van Beethovens 'Kreutzersonate'


nacherzählt von
Annette Kristina Banse und Hans Christian Schmidt-Banse

Michal Majerský, Violine
Volker Link, Klavier

 
Auf Zigarettenschachteln steht, Rauchen könne tödlich sein. Muss man neuerdings auf Tasteninstrumenten eine ähnliche Warnung anbringen? Glaubt man Lew Tolstois berühmter Novelle, dann ist auch das Klavierspielen lebensgefährlich. Jedenfalls für die Gattin des Richters Posdnyschew, welche ermordet wurde, weil sie einen jungen Geiger bei Beethovens 'Kreutzersonate' auf dem Flügel begleitet hatte.

Warum? Was hat sie Böses getan? Sie hat nur Klavier gespielt. Aber das gemeinsame Musizieren von Mann und Frau, so argwöhnt Tolstoi, führe zu unsittlicher Nähe und verwerflichen Seitensprüngen. Schuld daran trage auch Beethovens "schreckliche" Musik, denn sie verderbe die Moral.

Dieser Fall sei neu aufgerollt und besagte Violinsonate auf den Prüfstand geschickt ... kann sie tatsächlich mörderische Energien freisetzen? Sollte man die Finger besser vom Klavier lassen?


Pianohaus Kemp
Bielefeld
1. Oktober 2013
19:30 Uhr
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© Annette Kristina Banse, Prof. Dr. Hans Christian Schmidt-Banse