UNIVERSITÄTSMUSIK "Ich habe immer nur den einen Gedanken, wie kurz die Lebenszeit sei"
Veranstaltungsdatum: 18.01.2019


Die Bilder des Felix Mendelssohn Bartholdy

gezeichnet von
Annette Kristina Banse und Hans Christian Schmidt-Banse

Franziska Hahn-Majersky (Violine)
Kathrin Inbal-Bogensberger (Violoncello)
Clemens Rave (Klavier)
 


Ja, er war so etwas wie ein Götterliebling. Einer, den man in jeder Hinsicht als einen Glücklichen bezeichnen darf.

Aber das war er nicht, jedenfalls nicht nur. Es gibt viele dunkle Seiten in seinem Psychogramm ... Ungeduld, Hochmut, Arroganz, Egozentrik, verletzende Umgangsweisen, dann und wann eine Neigung zur Prahlerei. Daneben die hellen: seine brillante Begabung als Komponist und Pianist, eleganter Briefeschreiber, Organisator von internationalen Musikfesten, Gründer von eindrucksvollen Institutionen etc.

Die Widersprüchlichkeit von Mendelssohns Charakter hat viele Gründe; man findet sie in der Familie, in der strengen Erziehung, im vielleicht zu frühen Erfolg, auch in seiner rätselhaften Rastlosigkeit.

Es gibt nur wenige Kompositionen, in der solche Brüche greifbar werden, denn in seiner Musik hat Mendelssohn fast nie private Bekenntnisse gemacht. Andeutungsweise in den "Variations sérieuses" op. 54. Deswegen werden wir Thema und Variationen in eine lebendige Beziehung setzen zur Studie seines Charakters.

Abschließend, als Summe des Gesagten, das ausdrucksgewaltige Klaviertrio c-Moll op. 66. Eines jener Werke, das die vielschichtige Persönlichkeit Mendelssohn höchst farbig widerspiegelt.



Freitag, 18. Januar 2019
10.00 Uhr
Musiksaal der Universität Osnabrück
Eintritt frei
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© Annette Kristina Banse, Prof. Dr. Hans Christian Schmidt-Banse