SPURENSUCHE 2 "Keine Angst vor Hindemith!"
Veranstaltungsdatum: 11.11.2010

Annäherung an einen rätselhaften Komponisten

Manche Schöpfungen des Geistes scheinen Verfallsdaten zu haben: Romane von Heinrich Böll zum Beispiel oder bestimmte Kammer- bzw. Symphonie-Musik von Paul Hindemith.

Schuld daran ist Hindemith selbst, indem er seine Kompositionen mehr und mehr einer streng regulierten Tonalitätsordnung unterwarf. Dabei hatte bei ihm alles so frei, so frech und so provozierend begonnen mit der Kammermusik Nr. 1, mit der Klaviersuite 1922 oder dem frühen 'Marienleben'-Liederzyklus. Hindemith wurde in eine wilde Zeit hineingeworfen, in eine Phase der chaotischen Auseinandersetzung vieler neuer Musikstile. Den Namen 'Bürgerschreck'  trug er eine Zeit lang zu recht.

Wie bei ihm alles anfing, wie's weiterging und warum er heutigentags sogar zum schulbehördlichen Zentralabitur-Thema aufrückt ... das steht in dieser SPURENSUCHE zur Diskussion: vor Hindemith braucht man keine Angst zu haben. Doch gering schätzen darf man ihn auch nicht, immerhin hat er ein paar wichtige Blätter im Buch der Musikgeschichte beschrieben.

NDR-Radiophilharmonie Hannover
Kleiner Sendesaal
11. Nov. 2010, 10 Uhr
Karten à 5,- unter 0541-988 2341
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© Annette Kristina Banse, Prof. Dr. Hans Christian Schmidt-Banse